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2. Juni 2020

Die Taschen voll: Über 7 % Provision für Versicherungsvermittler

Vermittler bekommen über 7 % der Beitragssumme als Provision!

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BAFin fragt erneut Zahlen und Fakten zum Neugeschäft bei kapitalbildenden Versicherungsprodukten ab. Demnach bekommen einzelne Vermittler mehr als 7 % Vermittlungsprovision, wenn sie eine Lebens- oder Rentenversicherung verkaufen. Die durchschnittliche Abschlussprovision ist von 2017 auf 2018 leicht gestiegen auf 3,82 % der Beitragssumme. Die Vermittlungsprovisionen werden teilweise vorab und teilweise während der Laufzeit verteilt gezahlt. Noch etwas stärker gestiegen sind Betreuungsvergütungen an Vermittler. Insgesamt erhalten sie durchschnittlich 4,72 % der Beiträge von den Produktanbietern. Quelle: Zum vollständigen Bericht der BAFin.

Das Ergebnis der Abfrage mag überraschen. Hat doch der Gesetzgeber zuletzt versucht, mehr Transparenz und damit Wettbewerb in das Geschäftsmodell zu bringen. Zudem wurde der so genannte „Höchstzillmerungssatz“ von 40 Promille auf 25 Promille gesenkt. Sehr vereinfacht gesagt sind das die Abschluss- und Vertriebskosten, die dem Verbraucher vor Vertragsabschluss im so genannten „Produktinformationsblatt“ offengelegt werden müssen. Es scheint also, dass die Kosten sinken würden und dennoch ist Versicherungsvertrieb lukrativer denn je!

Mehr als dreitausend Euro für einen Sparvertrag.

Die Prozent- und Promillewerte beziehen sich stets auf die Beitragssumme. Bein einem Monatsbeitrag von 150 EUR für genau 37 Jahre Zahlungsdauer sind das 150 x 12 x 37 = 66.600 EUR als Beitragssumme. Im Bundesdurchschnitt bekommt der Vermittler also rund 3.144 EUR von der Versicherungsgesellschaft. Verdient hat er diese Vergütung nicht bzw. nicht vollständig während der ersten 60 Monate. So lange bleibt der Vertrag in der ‚Stornohaftung‘. Im Falle einer vorzeitigen Kündigung oder Beitragsfreistellung in dieser Zeit muss ein Vermittler die Abschlussprovision anteilig zurückzahlen. Gerade in Krisenzeiten werden vermehrt Verträge storniert. So mancher Versicherungsverkäufer gerät aktuell bereits nach kurzer Zeit in wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Die Vergütung zahlt der Versicherungsnehmer.

Die Vergütung fällt nicht wie Manna vom Himmel. Vielmehr ist sie in den einzelnen Versicherungsvertrag einkalkuliert. Die Versicherung entnimmt dem Versicherungsbeitrag reichlich Kosten. Zusätzlich entstehen sehr oft auf der Ebene der Kapitalanlage weitere Kosten. Alle Kosten belasten das Ergebnis des Vertrages. Mit einem besseren Denkmodell wäre das Versicherungsgeschäft für den Kunden sehr viel cooler: Ein Versicherungstarif mit einem Bruchteil der üblichen Kosten muss mathematisch bei sonst gleichen Annahmen deutlich besser funktionieren.

Neues Denk- und Geschäftsmodell: Plan T.

Ein Beispiel für solch ein Denkmodell ist ‚Plan T‘. Dort gibt es keine Provisionen oder andere Arten von Anbietervergütungen. Für nur 190 EUR Einrichtungsgebühr kann ein Kunden zwischen 20 und 50 einen robusten Sparplan von 150 EUR monatlich für sich gestalten. Die Gefahr von gefühlter ‚Abzocke‘ besteht dann nicht mehr. Besser sparen durch weniger Kosten. Dabei muss auf nichts verzichtet werden. Die Beratung ist umfassend und findet online statt. Der gesamte Prozess wird papierlos durchgeführt, inklusive elektronischer Signatur. Mit der Kunden-App tägliche Einsichtnahme. Mehr Infos zu Plan T hier.

Versicherungen lohnen sich. Fragt sich nur: Für wen?

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