Fundgrube

In der Fundgrube werden spezifische Begriffe aus der TIMABO-Welt erläutert.

Abgeltungssteuer

Auf die Erträge aus Kapitalanlagen, Investmentfonds, Sparverträgen, Sparbüchern und so weiter wird die Abgeltungssteuer in Höhe von 25% zuzüglich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag pauschal von der Bank abgezogen und direkt an das Finanzamt abgeführt. Damit hat der Bürger seine Steuern abschließend bezahlt. Es gibt pro Person einen Freibetrag. Derzeit beträgt er 801,- EUR pro Jahr.

Altersvorsorge

Die finanzielle Absicherung im Alter stützt sich auf das Drei- Säulen-Prinzip: Gesetzliche Rentenversicherung, Betriebsrente und Privatrente. Innerhalb der Privatrente gibt es geförderte Lösungen (Riester-Rente, Basis- oder Rürup-Rente) und ungeförderte Lösungen (Private Rentenversicherung, Investmentfonds, Bausparen).

Angst

Bewusstes oder unbewusstes Grundgefühl einer Besorgnis oder Erregung in einer als bedrohlich wahrgenommenen Situation.  Essay. Wichtiger natürlicher Schutzmechanismus bei drohender Gefahr. Die sofortige Reaktion im Affekt wird überlebensnotwendig. Angstgeprägte Finanzentscheidungen treten meist zum Ende oder nach einem Börsenabschwung oder -absturz durch Panikverkäufe auf. Verkaufen, wenn es billig ist.

Assetklasse

Aus dem Englischen stammendes Fachwort für Anlageklassen wir Aktien, Anleihen (Renten), Edelmetalle, Immobilien, Cash (Geld) etc.

Ausgabeaufschlag

Vertriebskosten bei Erwerb von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft über Investmentfonds. Wird dem eigentlichen Anlagewert zugeschlagen. Der Rücknahmepreis wird dann ohne den Ausgabeaufschlag ermittelt. Bei Aktienfonds bis zu 5 % und mehr möglich. Bei Rentenfonds 2-4%.

Beitragssumme

Die Summe aller während der Vertragslaufzeit hochgerechneten Beiträge für Lebens- oder Rentenversicherungen.

Betriebsrente

Siehe auch Betriebliche Altersvorsorge. Zweite Säule der Altersversorgung. Stark wachsend durch arbeitsrechtlichen Anspruch des Arbeitnehmers. Immer an Erwerbstätigkeit gekoppelt. Es gibt 5 Durchführungswege (Direktzusage / Pensionszusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds). Verschiedene Finanzierungsformen: Von Arbeitgeber allein oder durch Entgeltumwandlung des Arbeitnehmers bzw. als Mischform. Ein Sonderfall ist die Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung in einer GmbH. Nutzen: Vorteilhafte Stundung von Steuern und Abgaben bis in die Rentenphase.

Dimensional Funds Advisors

Kapitalanlagegesellschaft, die in Deutschland noch nicht lange aktiv am Markt ist. Im anglo-amerikanischen Raum seit 1981 sehr erfolgreich tätig. Im Grunde eine optimierte Form der ETF-Investition durch preiswerte Investition in bestimmte produktive Anlageklassen zu geringen Kosten und Gebühren. Bezug ausschließlich über akkreditierte Honorarberater möglich. Fonds von Dimensional gibt es auch in Kiel oder Hamburg.

Entgeltpunkt

Stellschraube zur Berechnung der Renten aus der Deutschen Rente (Bund). Das rentenversicherungspflichtige Einkommen eines Jahres wird durch das Durchschnittseinkommen aller Arbeitnehmer dividiert. Ein Durchschnittsverdiener bekommt also für ein Jahren genau 1 Entgeltpunkt (EP) unter seiner Sozialversicherungs- nummer gutgeschrieben. Die Summe der EP bestimmt die Rentenhöhen anhand der Rentenformel.

ETF

Abkürzung für Exchange-Traded Funds: Besonders preiswerte Form des Investierens in Fonds. In der Regel Abbildung eines Indizes ohne aktives Management und ohne die entsprechende Gebühren. Der ETF bildet einen Index tatsächlich 1:1 ab oder simuliert ihn technisch (Swapbasiert).

Fama/French-3-Faktoren-Modell

Wissenschaftliches Modell zur Erklärung der Funktionsweise von Kapitalmärkten, das weit über 80% der Ergebnisse von Aktien- und Anleihemärkten fundiert erläutert. Märkte funktionieren und Anlageklassen mit höherer Risikoprämie durch höhere Risiken weisen höhere Renditen auf: Aktien schlagen Anleihen. Kleine oder unterbewertete Unternehmen schlagen andere Unternehmen. Kein Marktteilnehmer weiß systematisch mehr als die anderen und kann daher Kurse und Kursentwicklung begründet vorhersagen.

Family Office

Organisationsform und Verwaltung, die sich mit dem Verwalten privater Großvermögen befasst. Auch Familienstiftung. Oft preiswerte Vermögensverwaltung mit ETF etc. Sitz häufig in Großstädten wie Hamburg oder Kiel.

Finanzberatung, Finanzberater

Rechtliche nicht geschützte Beratungsdienstleistung rund um Rente, Altersvorsorge, Geldanlage, Kredite etc. Finanzberater gibt es in Hamburg, Kiel, Schleswig-Holstein und überall. Begriffe wie Vermögensberater, Finanzplaner, Anlageberater und das englische Financial Advisor werden synonym benutzt. Für die Differenzierung viel bedeutsamer als die rechtliche Stellung (Anstellung vs. Selbstständigkeit) ist die Frage der Vergütung: Üblich ist, dass der Berater ausschließlich bei erfolgreicher Produktvermittlung über Provisionen vom Produktanbieter bezahlt wird. Der Verkauf ist folglich das Ziel des Beraters und Begriffe wie “Finanzverkäufer” oder “Finanzvertriebler” kämen der Tätigkeit deutlich näher.

Fondspolice, Fondsgebundene Versicherung

Eine relativ junge Form der versicherungsförmigen Altersversorgung. Über den Umweg eines Versicherungsmantels wird in Investmentfonds angelegt. Das hat z.B. steuerlich vorteilhafte Gründe. Andererseits sind die Kosten höher als bei der direkten Fondsanlage. Fondspolicen gibt es heutzutage in vielen unterschiedlichen Varianten. Die Unterschiede liegen in vielen Möglichkeiten der Abbildung einer Garantie.

Freistellungsauftrag

Es geht um die Steuer auf Einkünfte aus Kapitelvermögen. Ein Sparer hat im Kalenderjahr den Sparer-Pauschbetrag von den Kapitaleinkünften abzuziehen. Aktuell sind das z.B. insgesamt 801,- EUR steuerfreie Einkünfte für Ledige. Bis zu dieser Höhe kann der Sparer den Instituten entsprechend Freistellungsaufträge erteilen, damit diese dann nicht automatische den Abzug der Abgeltungssteuer von 25% zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag vornehmen. Das Verfahren ist kostenlos.

Fundgrube

Eine Fundgrube ist sprachlich etwas Besonderes und steht für gute Gelegenheiten und besondere Chancen.

Geiz

Zwanghafte oder übertriebene menschliche Eigenschaft, mit anderen zu teilen oder abzugeben. Auch als übertriebene Sparsamkeit zu bezeichnen. Der Wortstamm hängt mit dem mittelhochdeutschen “Gier” oder “Habgier” eng zusammen. In der Kapitalanlage häufig zum Ende einer positiven Börsenphase zu beobachten. Kaufen, wenn es teuer ist.

Hamburg

Zweitgrößte Stadt in Deutschland. Viertgrößter Hafen Europas. Dadurch historisch eine „Maklerstadt“ über die Schiffsmakler. Größte Volksfeste: Hamburger Dom, Hafengeburtstag und Alstervergnügen. Sitz großer Deutscher Versicherungskonzerne wie ERGO, Deutscher Ring und Condor.

Honorarberatung

Rechtlich mehr oder weniger ungeschützter Berufstitel für moderne Finanzberatung. In der traditionellen Finanzberatung mit Provisionen bekommt der Vermittler einer Versicherung oder eines Fonds seine Vergütung (regelmäßig 4-5% des Beitrags oder der Beitragssumme) vom Produktanbieter. Ein Honorarberater wird dagegen vom Kunden bezahlt. Die Beratung wird finanziell unabhängig und die Produkte sind in der Regel sehr viel preiswerter kalkuliert. Seit 1.8.14 gilt für “Honorar-Finanzanlagenvermittler” eine neue Berufszulassung nach §34 h GewO. Dieser Begriff ist damit geschützt. Vermittler mit dieser Zulassung dürfen keine Vergütungen seitens der Produktanbieter annehmen bzw. müssen sie an den Kunden weiterleiten.

Immobilienmakler

Ein Berufsstand, der Verkäufer und Käufer von Immobilien zusammenführt. Die Vergütung erfolgt in der Regel über eine erfolgsabhängige Vermittlungsprovision beim Zustandekommen eines notariellen Kaufvertrages. Die Provisionshöhe ist gesetzlich limitiert. Ein empfehlenswerter Immobilienmakler ist in Kiel Andreas Falkenhahn über seine Firma Baufino GmbH. Baufinanzierungen werden ebenfalls vermittelt.

Investmentfonds

Im Sinne der offenen Publikumsfonds handelt es sich um den Erwerb von Anteilen an einem Sondervermögen einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG), die direkt von ihr oder aber an der Börse gehandelt werden. Die Preise der Anteile können täglich anhand der Wertpapierkennnummer (WKN) bzw. der ISIN ermittelt werden. Das gebildete Vermögen, also quasi der „Kontostand“ heißt dann Nettoinventarwert.

Kapitalwahlrecht

Anstelle einer Rente kann der Kunde je nach Versicherungstarif und Produkt häufig eine einmalige Kapitalzahlung wählen.

Kiel

Die Segelstadt in Deutschland und regionales Zentrum für provisionsfreie Honorarberatung in allen Fragen rund um Altersvorsorge, Baufinanzierung, Rente und Fonds für den Norden, also Schleswig-Holstein von Flensburg bis Lübeck und natürlich für Hamburg. Klar wie die Luft an der See, weitsichtig bis zum Horizont, anziehend wie die Kieler Woche und erfolgreich wie der THW Kiel im Sport.

Kontenklärung

Der persönliche Versicherungsverlauf, also die Summe der angesammelten Entgeltpunkte, ist die einzige und damit wichtigste Stellschraube, die man für seine Rente hat. Daher ist es nicht falsch, beizeiten einen Antrag auf Kontenklärung beim Rentenversicherungsträger zu stellen. Zum Beispiel werden Schul- und Studienzeiten oder Kindererziehungszeiten nicht automatisch gemeldet. Sind alle Daten immer richtig gemeldet worden? Der Rentenversicherungsträger führt mit Vollendung des 43. Lebensjahres automatisch eine Kontenklärung durch, wenn das bis dahin noch nie erfolgt ist.

Kosten

DER Schlüssel zum Erfolg oder auch Misserfolg für eine Investitionsentscheidung. Bei Investmentfonds werden einige Kosten über die TER (Total Expense Ratio) veröffentlicht. Hinzu kommen Transaktionskosten, Erfolgsgebühren und ggfs. der Ausgabeaufschlag. Versicherungen entnehmen regelmäßig Abschlusskosten, laufende Verwaltungskosten, Anlagekosten, Risikokosten oder Stückkosten. Je preiswerter das Produkt, desto besser das Ergebnis!

Nettotarif

Gegensatz zu Bruttotarif. Dieser gesetzlich nicht geschützte Begriff beschreibt eine Versicherung ohne Abschlusskosten. Auch Honorartarif genannt. Zu unterscheiden ist der „nettoisierte Tarif“: Hierbei fallen zwar keine Abschlussprovisionen für den Vermittler an, aber sehr wohl noch andere AbschlussKOSTEN.

Ratenzahlungszuschlag

Die Beiträge zu Versicherungen werden im Voraus bezahlt. Erfolgt die Zahlung unterjährig, also zum Beispiel monatlich, erheben die meisten Versicherer Ratenzahlungszuschläge von 3-5% auf den Beitrag. Mathematisch entspricht ein monatlicher Zuschlag von 5% einem einjährigen Darlehen mit einem Zinssatz von 11,35 % effektiv nach Preisangabenverordnung. Möglichst vermeiden!

Re-Balancing

Beim passiven Investmentansatz findet keine taktische Asset-Allokation statt. Anders als bei einer Vermögensverwaltung oder beim aktiven Investment wird nicht versucht, innerhalb eines Marktes und quasi „gegen“ seine Renditedimensionen Kauf- und Verkaufsignale einzelner Wertpapiere zu erkennen und permanent zu handeln. Jedes Portfolio hat eine Ausgangsstruktur zu Anlagebeginn. Nach einer Weile haben sich die Gewichte verlagert. Einzelne Märkte bzw. Assetklassen sind dann stärker oder eben schwächer vorhanden. Beim Re-Balancning wird das Portfoilio wieder auf seine Ausgangsstruktur gestellt und behutsam umgeschichtet. Dadurch werden Gewinne teilweise mitgenommen und nach Verlusten automatisch antizyklisch nachgekauft. Re-Balancing sollte regelmäßig aber nicht zu oft stattfinden, wobei steuerliche Implikationen und Handelsgebühren zu beachten sind. Lexikon.

Rechnungszins

Klassische deutsche Lebens- und Rentenversicherungen sind gesetzlich zur Abbildung einer Garantieverzinsung verpflichtet. Dieser Rechnungszins wird gesetzlich festgelegt und orientiert sich an der Marktverzinsung von Staatsanleihen. Für einen einmal geschlossenen Versicherungsvertrag bleibt er während der gesamten Laufzeit garantiert. In den letzten Jahren sank er schrittweise von 4 % bis auf 1,75 % für aktuelle Neuabschlüsse.

Rendite

Das gängige Maß bei der Bewertung einer Kapitalanlage in Prozent pro Jahr. Nicht zu verwechseln mit Performance bzw. Zinssatz. Außerdem ist zu prüfen, in welcher Phase die Rendite gemessen wird: Am Markt direkt, mitten im Produkt oder im Geldbeutel des Kunden (Beitragsrendite).

Rente

Jede dauerhafte und regelmäßige Zahlung, z.B. als Monatsrente. Für die Einkommensteuer unterscheidet man Leibrente (Lebenslange Rente bis zum Tod), abgekürzte Leibrente (z.B. Berufsunfähigkeitsrente) und Zeitrente (z.B. Bankauszahlplan). Eine Leibrente kann auf Kapitalbasis ausschließlich durch eine RentenVERSICHERUNG dargestellt werden.

Rentenantrag

Wo und wie kann man seine Rente beantragen? Grundsätzlich kann der Rentenantrag bei jeder Stelle eingereicht werden, der Sozialversicherungsleistungen zahlt. Es ist zweckmäßig, das bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle, dem Sozialversicherungsträger oder einem Versichertenältesten zu tun. Bitte 3-4 Monate vor Rentenbeginn spätestens. Welche Unterlagen sind erforderlich? Neben Personalausweis, Antragsformular selbst grundsätzlich ALLES, was irgendwie mit Lohn, Krankengeld, Lohnersatzleistungen, Elterngeld etc. zu tun hat. Und alle Daten zum Zahlungsverkehr wie Kontonummer und Bank machen selbstredend auch Sinn.

Rentenformel

Die Gesetzliche Rente (Deutsche Rente (Bund)) wird nach der so genannten Rentenformel berechnet. Sie berechnet sich aus der Summe der Entgeltpunkte, die mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert wird. Die Entgeltpunkte werden allein aus den eingezahlten Beiträgen bzw. dem Arbeitseinkommen ermittelt. Der aktuelle Rentenwert wird als Bundesgesetz zum 1.7. eines Jahres vom Staat festgelegt. Damit wird die Rentenanpassung gesteuert.

Rentengarantiezeit

Eine Leibrente für eine versicherte Person wird ihr ganzes Leben lang gezahlt. Stirbt die versicherte Person während der vertraglich vereinbarten Rentengarantiezeit, wird die Rente bis zu deren Ende an die Bezugsberechtigten bei Tod weitergezahlt. Die Rentengarantiezeit beginnt immer mit Beginn der Rentenzahlung zu laufen.

Rückkaufwert

Der versicherungsmathematisch ermittelte Auszahlungsbetrag bei vorzeitiger Kündigung einer Lebens- oder Rentenversicherung. Durch Stornoabzüge wegen vorzeitigen Ausscheidens aus der Versichertengemeinschaft ist der Rückkaufwert geringer als der wahre Wert des Vertrages.

Sharpe-Ratio

Fachbegriff z.B. für Investmentfonds: Die Rendite einer Anlage bestimmt sich allein aus der Risikoprämie. Je mehr Rendite der Anleger erzielen will, desto höher muss er Risiken in Kauf nehmen. Die Maßzahl Sharpe-Ratio gibt an, ob eine Kapitalanlage ihren Vergleichsmarkt geschlagen hat und wie hoch dabei die Schwankung der Anlage war.

Sparen

Geld kann man entweder ausgeben (“Konsum”) oder sparen, also Beiseite legen. Man unterscheidet Zwecksparen für konkrete Anschaffungen (Auto, Urlaub) und Vorsorgesparen zum Schutz vor Notsituationen (Krankheit, Alter). Preiswertes Einkaufen gehört zum Konsum und hat nichts mit Sparen im eigentlichen Sinne zu tun. Werbeslogan wie “20% auf alles” beim Einkauf führen in die Irre.

Talk-Show

Anne Will, Günther Jauch, Maybritt Illner, Frank Plasberg und andere Journalisten begrüßen in regelmäßigen Abständen Politiker, Wissenschaftler, Rentner, Arbeitnehmer und Beamte zum Thema „Ist die Rente noch sicher?“. Die Inhalte wiederholen sich.

Vermittlerregister

Bis vor wenigen Jahren durfte jeder in Versicherungen und Finanzen machen. Der Gewerbeschein der Wohnsitzgemeinde war ausreichend, um auf die Menschheit losgelassen zu werden. Inzwischen müssen Finanzanlagenvermittler (§ 34 f Gewerbeordnung) und Versicherungsvermittler (§ 34 d Gewerbeordnung) eine Berufszulassung besitzen. Die jeweilige Industrie- und Handelskammer ist dafür zuständig. Voraussetzungen sind u.a. geordnete Vermögensverhältnisse, der Nachweis entsprechender Sachkunde mit IHK-Prüfung und eine Haftpflichtversicherung. Derart zugelassene Vermittler stehen im Vermittlerregister.

Versicherungsbeginn

Aus Sicht des Verbrauchers im Allgemeinen der Vertragsbeginn eines Versicherungsvertrages.

Versicherungsberater

Der Versicherungsberater – ganz gleich, ob in Kiel, Hamburg oder Flensburg – ist ein rechtlich geschützter Beruf mit eigenständiger Zulassung. Er darf keine Produkte gegen Provision vermitteln. Selten zu finden. Meistens hat man es als Kunde mit Versicherungsvermittlern zu tun, die gebunden (also für eine Gesellschaft tätig) oder mehr oder weniger ungebunden (Mehrfachagenten oder Versicherungsmakler) vermitteln dürfen. Ein besonderer Berater ist der Honorarberater, der als einziger FINANZIELL unabhängig berät und vermittelt und deshalb preiswertere Finanzprodukte nutzen kann.

Zeitfaktor

Ein Anlageergebnis wird von drei Faktoren bestimmt: Zins/ Rendite und Anlage- bzw. Sparbetrag und Zeit. Die Zeit hat den größten Wirkungsgrad aller Faktoren: Eine relative Verlängerung der Anlagezeit durch frühes Handeln hat eine größere relative Auswirkung auf das Ergebnis als z.B. der Zins.

Zinszusatzreserve

Seit 2011 müssen für klassisch deutsche Lebens- und Rentenversicherungen Reserven in den Bilanzen gebildet werden. Die deutschen Versicherer sind der größte Kapitalgeber für die Staatsverschuldung. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Zinsen für die gekauften Bundeswertpapiere sind sehr gering. Die Leistungsversprechen an die Versicherungskunden liegen deutlich höher. Um die Bestandskunden nicht zu benachteiligen, verlangt die Finanzaufsicht BAFin für Verträge mit einem relativ hohen garantierten Rechnungszins die Bildung einer Zinszusatzreserve.