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22. Juni 2016

Brexit und die Börse

Die Abstimmung der Briten über den EU-Austritt („Brexit“) ist ein schönes Beispiel für ein Ereignis, dessen Ausgang wie auch immer Einfluss auf die Börse nimmt. Selbstverständlich werden die Märkte reagieren. Das tun sie ja stets und auch nach weitaus bedeutungsärmeren Ereignissen wie zum Beispiel gewonnenen Titeln im Fußball. Niemand kann die Bewegung antizipieren. Alles ist möglich. Jede Vorabentscheidung zum Kauf oder Verkauf von Aktien oder Aktienfonds kommt einem Münzwurf gleich. Fakt ist, dass jeder Handel Gebühren auslöst: Zum Beispiel beim Verkaufen und späteren Wiedereinstieg werden jedes Mal Kosten ausgelöst. Es gilt, auch noch diese Gebühren zusätzlich wieder in Rendite zu münzen. Und wenn jetzt auch noch die Kurserwartungen verfehlt werden, sieht es ganz dunkel aus mit dem Depot. Was ist also richtig?

Der Markt enthält bereits alle Informationen zum Brexit!

Das Thema Brexit ist seit Wochen in den Medien präsent. Der Markt hat sich längst darauf eingestellt und enthält mehr Informationen als jeder einzelne Investor jemals haben kann. Die Bewegungen an den Börsen dürften von kurzer Dauer sein. Ein Ausschlag nach oben oder unten und nach einiger Zeit werden die Kurse sich wieder auf die langfristige Risiko-Rendite-Linie zurück bewegen. Man nennt das „Regression zur Mitte“. Nichts tun und beobachten und den Zeithorizont der Geldanlage im Auge zu behalten, dürfte einmal mehr die Strategie mit der größten Gelassenheit sein. „Erwarten“ Sie einfach einen kurzfristigen Kursrückgang. Dann bleiben Sie ruhig und verkaufen nicht in Panik den gerade im Kurs gefallenen Titel, wenn Ihre Erwartung wirklich wird. Letztlich: Auch dieser Sturm geht vorüber.

 

(Bildquelle: pixabay.com europe-1456246_640)

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