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	<title>Politik &#8211; TIMABO Finanzen</title>
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	<title>Politik &#8211; TIMABO Finanzen</title>
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		<title>Finanzberatung: Alles gut mit DIN?</title>
		<link>https://timabo.de/finanzberatung-alles-gut-mit-din/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mathias Böttcher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2018 09:47:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[77230]]></category>
		<category><![CDATA[Asscompact]]></category>
		<category><![CDATA[DIN]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzberatung]]></category>
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					<description><![CDATA[Neue DIN-Norm für Finanzberatung. Entwurf liegt vor. ]]></description>
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			<h6>Die Branchenzeitschrift &#8222;AssCompact&#8220; berichtet online, dass im Juni 2018 der Entwurf einer DIN-Norm für die &#8222;Finanzanalyse von Privathaushalten&#8220; mit der Nummer 77230 zur Stellungnahme vorgelegt wurde. &#8222;DIN&#8220; steht für &#8222;Deutsche Industrie Norm&#8220; und ist ein weltweit anerkanntes Gütesiegel für mehrstufige industrielle Produktionsprozesse. Dem Artikel nach (<a href="http://www.asscompact.de/nachrichten/din-77230-%E2%80%93-finanzberatung-nur-noch-nach-norm?from=2018-07-26%2008%3A30&amp;to=2018-07-27%2007%3A45&amp;pid=262201" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>) enthält der Entwurf aktuell folgende Inhalte:</h6>
<ul>
<li>
<h6>beschreibt die Analyse der finanziellen Situation von Privathaushalten</h6>
</li>
<li>
<h6>benennt relevante Risiken und Notwendigkeiten</h6>
</li>
<li>
<h6>liefert die Grundlagen für eine private Vermögensbilanz sowie eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung</h6>
</li>
<li>
<h6>enthält statistische Rechengrößen, die nach heutigem (Entwurfs-) Stand regelmäßig aktualisiert werden müssen</h6>
</li>
<li>
<h6>legt eine (abstrakte) Rangfolge für die Priorisierung von Risiken fest, die nach drei Bedarfsstufen differenziert („Sicherung des finanziellen Grundbedarfs“, „Erhaltung des Lebensstandards“, „Verbesserung des Lebensstandards“)</h6>
</li>
</ul>
<p>Wieder eine Brancheninitiative also. In diesem Fall durch den &#8222;Arbeitskreis Beratungsprozesse&#8220;. Das ist zu begrüßen. Leider nicht der erste Versuch, dem normativen Regulierungstrend, an dessen Ende vermutlich irgendwann das gefürchtete Provisionsverbot stehen könnte, etwas Wirksames entgegen zu setzen. Seit Jahren spielen Finanzindustrie und Finanzaufsicht eine Art &#8222;Hase-und-Igel-Spiel&#8220; um dieses Thema. Fakt ist: Das Geschäft läuft nicht mehr wie früher. Die Menschen sehnen sich nach guter Finanzberatung. Viele haben sich längst aus der Gestaltung ihrer Privatfinanzen zurückgezogen. Das führt zu stagnierenden oder gar rückläufigen Umsätzen. Und wenn es Umsatz gibt, fällt er meist geringer aus als gewohnt. Und als Berater muss man härter dafür arbeiten als gewünscht.</p>
<p>Hilft eine DIN-Norm denn wirklich, die Probleme zu lösen? Also die der Verbraucher und damit die der Verkäufer? Wären Lehman Brothers, AIG, Griechenland, Kapitalbildende Lebensversicherungen etc. ausgeblieben, hätten die Berater bereits vor 15 Jahren nach einer DIN-Norm beraten? Eher nicht.</p>
<p>Es wäre unrecht, die DIN 77230 als weiteren Marketing-Gag der Branche zu brandmarken. Notwendig ist, dass die Qualität der Beratung messbar und vergleichbar wird.</p>
<p><strong>Die aktuelle DIN-Initiative greift jedoch zu kurz.</strong></p>
<p>In der vorliegenden Form geht es offenbar allein um das Element &#8222;Finanzplanung&#8220;, scheint es. Damit würde die wichtige Kostentransparenz und mit ihr einher die Vergütungsfrage fehlen. Beides unverzichtbar für den Produktvergleich. Was nützt der beste Finanzplan, wenn die Finanzprodukte so teuer sind, dass die Planungsannahme realistisch unerreichbar bleiben? Zu einer guten Beratung gehören nicht nur Ziele und Wünsche des Kunden, sondern vor allem auch dessen Ängste, Prinzipien und Haltung zu &#8222;Geld&#8220;. Auch hier bleibt es vage. Und die Ebene der Vermögensverwalter und Produktanbieter und ihrer Investmentphilosophien bliebt unerwähnt.</p>
<p><strong>Die Branche hat eher ein Lieferantenproblem.</strong></p>
<h6>In England und den USA gibt es solch eine DIN 77230 nicht. Die Menschen beschäftigen sich insgesamt professioneller mit ihrem Geld und sind dabei durchaus erfolgreich. Selbst in der Industrie betrifft eine DIN-Norm die Qualität des Produktionsprozesses an sich. Für ein gutes Geschäft zweier Partner braucht es auch dort mehr! Gute Preise, versierte und kompetente Ansprechpartner, vertrauensvolle Beziehungen und so weiter. Und es braucht vor allem keine Provision, sondern eine direkte Rechnungslegung zwischen beiden. DAS wäre wirklich ein Durchbruch und erfolgversprechend.</h6>

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			<p><a href="https://pixabay.com/de/stahlseile-drahtgeflecht-geflochten-187861/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bildquelle</a></p>

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		<title>Zwischenruf: IDD-Gesetz verfehlt sein Ziel</title>
		<link>https://timabo.de/idd-gesetz-verfehlt-sein-ziel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mathias Böttcher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jul 2017 08:44:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[idd]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[IDD]]></category>
		<category><![CDATA[Provision]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherungsmakler]]></category>
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					<description><![CDATA[IDD: Steht am Ende doch das Provisionsverbot?]]></description>
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			<p>Schade. Die mächtige Lobby der Finanzindustrie hat es einmal wieder geschafft, einen großen Wurf für wirksamen Verbraucherschutz auf der Zielgeraden des Gesetzgebungsverfahrens zu verhindern. Der Bundestag beschloss in 2./3. Lesung ein IDD-Gesetz, das in wesentlichen Punkten von den gut gemeinten Ideen der Bundesregierung abweicht. Es geht einmal wieder um die Vergütung. Ursprünglich war geplant, dass es eine klare und transparente Trennung zwischen finanziell abhängiger Finanzberatung (gebundene Vermittler und Versicherungsmakler bzw. Mehrfachagenten) sowie wirklich unabhängiger Beratung (Versicherungsberater auf Honorarbasis mit der Vermittlung abschlusskostenfreier Nettotarife etc.) geben sollte. Der Verbraucher hätte damit die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Berufsbildern gehabt und erstmals Klarheit und Transparenz über die Vergütung herstellen können.</p>
<p>Nunmehr wurde u.a. beschlossen, dass Versicherungsberater künftig nicht nur beraten, sondern auch vermitteln dürfen, was bisher nicht legalisiert war. Das ist neu und zu begrüßen. Und Versicherungsmaklern ist es künftig weiterhin erlaubt, Beratung und Vermittlung gegen Honorar bei Verbrauchern zu unternehmen. Der Beruf des Versicherungsberaters ist kaum mehr vom Versicherungsmakler zu unterscheiden. Einzig das Provisionseinnahmeverbot für Versicherungsberater macht den -wohl entscheidenden- Unterschied dieser IDD aus:</p>
<ol>
<li>Bei der Vermittlung einer Versicherung ist es dem Versicherungsmakler u.U. möglich, für eine Doppelvergütung zu sorgen. Durch mangelnde Transparenz kann der Verbraucher weiterhin kaum erkennen, ob sein Versicherungsmakler neben dem Honorar eine wie auch immer gestaltete Provision zusätzlich bekommt.</li>
<li>Der Versicherungsberater muss etwaige Provisionen dagegen in Euro offenlegen und sie dem Kundenbeitragskonto gutschreiben lassen. So gesehen wird sich an dieser Stelle eine andere Qualität von Kundenbeziehung und Beratungsleistung einstellen. <strong>Einzig der Versicherungsberater wird künftig  <em>finanziell</em> unabhängig beraten und vermitteln</strong>.</li>
</ol>
<h6>Interessant ist, dass die einschlägigen Berufssverbände vor nicht langer Zeit, gegen Honorar-Finanzberatung wetterten bzw. keine Zukunft in ihr sahen. Honorar-Finanzberatung ist inzwischen offenbar derart salonfähig, dass ein Honorarverbot &#8222;die Existenz vieler unabhängiger Versicherungsmakler gefährdet hätte&#8220; (<a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/idd-%E2%80%9Eh%C3%A4tte-die-existenz-vieler-unabh%C3%A4ngiger-versicherungsmakler-gef%C3%A4hrdet%E2%80%9C" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>). Hört! Hört! Der anhaltende Druck der Branchenverbände hat den großen Wurf verhindert. Noch. Die andauernden Probleme der herkömmlichen Finanzindustrie mit überteuerten Produkten, fehlender Transparenz, schlechten Kundenerfahrungen, misstrauischen Kunden und dekadenten Auswüchsen hatten erst zur Notwendigkeit von Regulierung und Neuordnung im Sinne des Verbraucherschutzes geführt. Das gänzliche Verbot jeglicher Provision konnte mit dem ursprünglichen Gesetz gerade noch verhindert werden. Dass nun eine weitere Aufweichung zu Gunsten der Finanzindustrie erfolgt, macht die Ursprungsidee der IDD ein gutes Stück zunichte. Womöglich hat sich die alte Finanzindustrie hiermit jedoch einen Bärendienst erwiesen. Denn wenn es so wieder nicht funktioniert, wird am Ende das <strong>Verbot</strong> von Anbietervergütungen und Provisionen stehen müssen. Großbritannien hat gezeigt, dass es offenbar nur so funktioniert. Vielleicht hat die Branche ihre letzte Chance bekommen.</h6>

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		<item>
		<title>Märkte und Politik</title>
		<link>https://timabo.de/maerkte-und-politik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mathias Böttcher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2017 09:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Börse]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
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					<description><![CDATA[Geldanlage muss frei von Tagespolitik und Ereignissen sein.]]></description>
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			<h6></h6>
<p>Schon &#8218;mal etwas von &#8222;Politischer Börse&#8220; gehört? Wenn die Politik oder andere Ereignisse kurzfristig Einfluss auf die Märkte nehmen, kann man das sehr häufig an den Kursen ablesen. Insbesondere, wenn die Ereignisse unerwartet eintreten bzw. die Anleger mehr oder minder überrascht werden. Da die Börsen heutzutage intrasekundenschnell reagieren und weil zahlreiche Hebelgeschäfte getätigt werden, sind die Reaktionen heftiger als in der guten alten Börsenzeit auf dem Parkett. Bei Aktien und Anleihen belohnen Investoren sich grundsätzlich aus dem Gewinn aus dem Wertschöpfungsprozess von Unternehmen. Das ist langfristig eine wissenschaftlich bewiesene Renditedimension.  Das ist die Trendlinie. Um diese Linie herum ist Bewegung durch die ständigen Handelstätigkeiten an den Börsen durch Medien und Politik.</p>
<p>Schaut man sich den Index MSCI World im Jahr 2016 an (siehe Schaubild, <a href="https://www.finanztreff.de/kurse_einzelkurs_charts.htn?i=20245232" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quelle</a>), so gab es 4 bemerkenswerte Politik-Ereignisse: China-Krise, BREXIT-Entscheidung, Trump-Wahl und Italien-Referendum. Alle Ereignisse hatten deutlich sichtbare Einflüsse auf den Verlauf des Indizes. Um ehrlich zu sein, wer hat Mitte Februar 2016 gedacht, dass 2016 ein so erfolgreiches Börsenjahr werden wird?  Weder Zeitpunkt, noch Dauer, noch Intensität der jeweiligen Börsenreaktion  waren jeweils vorhersehbar oder gar planbar! Die Ausschläge waren von sehr kurzer Dauer und schon bald wurde die Trendlinie wiedergefunden. Aktives Management in der Geldanlage ist systematisch nicht erfolgreich möglich.</p>
<h4>Die beste Entscheidung war einmal mehr: Nichts tun.</h4>
<h6><strong>Auch aktuell gibt es wieder Ereignisse und ihre Börsenfolgen: Deutschland-Wahl, Terroranschläge, Trump-Umweltpolitik etc. Sie sollten keine Rolle spielen bei einer langfristig orientierten Anlagestrategie. Weitere Informationen über das <a href="https://timabo.de/contact-us/">Kontaktformular</a>.</strong></h6>

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		<item>
		<title>Viel Neues durch die IDD</title>
		<link>https://timabo.de/viel-neues-durch-die-idd-das-gesetz-kommt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mathias Böttcher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2017 09:38:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[IDD]]></category>
		<category><![CDATA[Makler]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucher]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Gesetzentwurf steht. Gelingt mit der IDD der Durchbruch zu einer besseren Finanzberatung?]]></description>
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			<h6>Nun ist &#8222;er&#8220; also da: Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD), den das Kainett jüngst beschlossen hatte.  <span class="s1">Nun folgt das Gesetzgebungsverfahren. Für das finale Gesetz muss der Bundesrat zustimmen. Geplant ist, dass das Gesetz noch vor der Wahl im Sommer steht und zum 1.1.2018 in Kraft tritt. Hier einige Eckpunkte der IDD zum jetzigen Stand:</span></h6>
<ul>
<li class="li1"><span class="s1">Weiterbildungsverpflichtung für die Branche</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Regulierung des immer stärker wachsenden Direktvertriebs der Versicherer</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Erweiterte Informations- und Dokumentationspflichten in der Beratung</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Klare Trennung zwischen Versicherungsberatern und Versicherungsvermittlern</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Provisionsabgabeverbot für Versicherungsvermittler</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Versicherungsberater dürfen Produkte vermitteln</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Versicherungsberater dürfen Honorare vereinbaren. Etwaige Provisionsanteile in Finanzprodukten müssen dagegen bereits beim Versicherer dem Kundenkonto gutgeschrieben werden. Doppelvergütung werden damit unmöglich.</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Versicherungsvermittler dürfen keine Honorare mit Verbrauchern (Privatkunden) vereinbaren.</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Versicherungsvermittler dürfen Honorare mit Nicht-Verbrauchern vereinbaren.</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Vermittler müssen sich entweder als Vermittler (Bezahlung durch Versicherer) oder Berater (Bezahlung durch Kunden) registrieren lassen. Mischmodelle sind verboten.</span></li>
<li class="li1"><span class="s1">Bestandsschutz für Altfälle</span></li>
</ul>
<h6 class="p1"><strong><span class="s1">Was bedeutet die IDD nach dem aktuellen Entwurf für die Zukunft der Branche und der Kunden? Mit einem Wort: Viel!</span></strong></h6>
<h6 class="p1"><strong><span class="s1">Es ist zu erwarten, dass es zu einigen Veränderungen im Gesetzgebungsprozess kommen könnte. Der Wille des Gesetzgebers ist dennoch deutlich: Klarheit und Transparenz! Die Grundzüge sind wohl klar. . Der Verbraucher soll sich künftig entscheiden, ob er seine Versicherungsangelegenheiten mit einem Produktverkäufer der Finanzindustrie oder mit seinem persönlichen und vom ihm bezahlten Berater erledigen möchte. Honorar-Finanzberatung geht derzeit deutlich gestärkt aus dem IDD-Entwurf hervor: Allein der künftige Versicherungsberater darf im Grunde alles anbieten und vermitteln. Auch Provisionslösungen wohlgemerkt. Doppelvergütungen werden bereits auf Versichererebene vermieden. Der „unabhängige“ Versicherungsmakler gilt wie auch der gebundene Versicherungsvertreter als Vermittler und muss mit einer eingeschränkten Produktwahl arbeiten: Keine Nettotarife mehr.<span class="Apple-converted-space">  </span>Die besten Produkte wird es also ausschließlich beim Versicherungsberater auf Honorarbasis geben. Die Abgabe von Provisionen ist und bleibt verboten. Das ist um der Klarheit Willen eindeutig zu begrüßen. Dieser Gesetzentwurf dürfte das generelle Verbot von Provisionen derzeit verhindern. Noch? Denn wer die Branche kennt, wird erwarten, dass man Ausnahmen und Umgehungstatbestände sowie Aufweichungen versuchen dürfte.</span></strong></h6>

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	</div>

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			<p><a href="https://pixabay.com/de/wippe-schaukel-schaukelger%C3%A4t-balken-339504/" target="_blank" rel="noopener">Bildquelle</a></p>

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			</item>
		<item>
		<title>Selbstständige: Pflicht zur Rente?</title>
		<link>https://timabo.de/pflicht-zur-rente/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mathias Böttcher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2016 12:22:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[CDU/CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstständige]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
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					<description><![CDATA[Die CDU/CSU plant laut Zeitungsberichten eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige. Offenbar haben die Rentenexperten der Union Einigung erzielt, dass Selbstständige künftig eine Altersversorgung betreiben müssen, die die Armut im Alter verhindert. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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			<p>Die CDU/CSU plant laut Zeitungsberichten eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige. Offenbar haben die Rentenexperten der Union Einigung erzielt, dass Selbstständige künftig eine Altersversorgung betreiben müssen, die die Armut im Alter verhindert. Die FAZ führt <a href="https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/altersvorsorge-pflicht-fuer-selbstaendige-von-union-geplant-14336450.html" target="_blank" rel="noopener">hier</a> dazu mehr aus.</p>
<p>Die Pläne sehen vor, dass es dafür ein Wahlrecht geben soll:</p>
<ol>
<li>Die Gesetzliche Rentenversicherung mit Umlagefinanzierung.</li>
<li>Die Nachweispflicht über eine &#8222;Armut verhindernde Altersversorgung&#8220; freier Wahl im Kapitaldeckungsverfahren.</li>
</ol>
<h6>Die Hälfte der Bezieher von Grundsicherung im Alter hat keinerlei Rentenansprüche</h6>
<p>Begründend wird angeführt, dass die Hälfte der Bezieher von Grundsicherung (sozusagen &#8222;Hartz IV&#8220;) im Alter keine eigenen Rentenansprüche vorweisen kann. Ausnahmen von der Vorsorgepflicht sollen für bestimmte Berufsgruppen (Künstler, Hebammen oder Mitglieder in berufsständischen Versorgungswerken etc.) bestehen bleiben.</p>
<p>Nicht ungeschickt. Davon ausgehend, dass ein großer Teil der Betroffenen sicherlich den Weg der Gesetzlichen Rentenversicherung gehen dürfte, schafft das zunächst neue Finanzpolster für die gebeutelte Rente. Wahlgeschenke werden finanzierbar und Bundeszuschüsse könnten womöglich reduziert werden. Was aber, wenn der Rentnerquotient, also das Verhältnis von Beitragszahlern zu Leistungsempfängern nicht günstiger wird als bisher? Dann zahlen die künftigen Generationen auch diese Zeche: Und zwar teuer! Aber dann beziehen die heute aktiven Politiker längst ihre staatliche Pension und müssen sich nicht wiederwählen lassen. Erst einmal Zeit gewonnen, könnte man meinen.</p>
<h6>Beamte bleiben frei.</h6>
<p>Fraglich bleibt, weshalb nicht gleich eine allgemeine Bürgerversicherung vorgeschlagen wird, die zum Beispiel alle Beamten ebenfalls in die Versicherungspflicht führt? Immerhin ist auch diese Last der Zukunft von einer immer dünner werdenden Decke aus Erwerbstätigen über Steuern und Abgaben zu finanzieren.  Vielleicht mag es daran liegen, dass die Bürokratie, die solche Gesetze letztlich &#8222;macht&#8220; und umsetzt nur ungern selbst in die Pflicht genommen wird?</p>
<h6>Ob die ersetzende Kapitalvorsorge als wirklich &#8222;frei&#8220; gestaltete Alternative zur Deutschen Rente genutzt werden kann, solange sie nur die Armut verhindert, darf zumindest hinterfragt werden. Die Vergangenheit lehrt uns, dass derart zugelassene Ersatzlösungen unter erhebliche und größtenteils unsinnige Regeln gestellt worden waren: Teure Beitragsgarantien, lebenslange Renten ohne Kapitalwahlrecht, strenge Anlagevorschriften zur Finanzierung der Staatsverschuldung etc.</h6>
<h6>Die wichtigste denkbare und einzig sinnvolle Regel wäre indes ein strenges Provisions- und Zahlungsverbot innerhalb der Finanzindustrie, damit das Ganze nicht erneut zum Rohrkrepierer à la Riester-Rente verkommt. Der Staat als Marketing-Agentur der Versicherungen, Banken, Fonds und Bausparkassen &#8211; das ist nun wirklich nicht mehr neu und wirkt irgendwie plump und veraltet.</h6>

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